Was sind CFDs?

Wollten Sie schon immer mit ihrem Kapital maximalen Gewinn erzielen? Mit CFDs können Sie das, mit CFDs können Sie überproportional vom Marktgeschehen profitieren. Aber Vorsicht: CFDs können auch der erste Schritt in die Schuldenfalle sein. Damit Ihnen das nicht passiert, zeigen wir Ihnen, was CFDs sind und wie sie genau funktionieren.

Eine Wette auf Kursentwicklungen

Die Abkürzung CFD steht für „Contract For Difference“, also für einen Differenzkontrakt. Differenzkontrakte sind hochspekulative Derivate, die sich nur für sehr gut informierte Anleger eignen. Beim CFD-Handel kaufen Anleger – anders als bei Aktien – nicht das eigentliche Produkt, mit CFDs setzen Anleger sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse eines Basiswertes. Basiswerte können Aktien oder Indizes wie der DAX sein, aber auch Sektoren, Anleihen oder Rohstoffe, zum Beispiel Gold oder Öl.

Der CFD-Anleger handelt also nicht das Produkt oder den Basiswert selbst. Wie der Name schon sagt, schließt der Anleger mit seiner Bank Verträge auf eine Differenz ab – eine Wette auf Kursentwicklungen. Ein Beispiel: Ein großes Unternehmen hat gerade einen Rekordgewinn angekündigt und Sie erwarten, dass der Kurs der Aktie steigen wird. Sie beschließen, 1.000 CFDs zu einem Kurs von 15,00 Euro zu kaufen. Steigt nun der Aktienwert tatsächlich auf – nehmen wir an – 15,50 Euro, hätten Sie als Anleger pro erworbenen CFD einen Gewinn von 0,50 Euro erzielt. Bei 1.000 CFDs würde das einen Gewinn von 500 Euro bedeuten. Wäre der Kurs jedoch um 0,50 Euro gefallen, hätten Sie stattdessen einen Verlust von 500 Euro erlitten.

Gewinne hebeln – und Verluste

Die Vorteile von CFDs liegen auf der Hand: Da der Anleger bei CFDs kein real existierendes Produkt kauft – wie beispielsweise bei Aktien –, spart er sich unter anderem die Kosten für Kontoführung oder für Broker-Kommissionen, die in Verbindung mit dem physischen Besitz anfallen würden. Außerdem kann ein Anleger auf die Kursentwicklung von 1.000 Aktien setzen, ohne diese zu besitzen. Er muss also nicht 15.000 Euro investieren, sondern nur einen deutlich geringeren Betrag, eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin, die er bei der Bank hinterlegen muss. Die Margin entspricht allerdings nur einem Bruchteil des gehandelten Wertes. Daraus ergibt sich ein enormer Hebeleffekt, auch Leverage-Effekt genannt. Je größer dieser ist, desto größer sind auch die Gewinnchancen – und die Verlustrisiken.

Mit CFDs können Anleger viel gewinnen und alles verlieren – vor allem, wenn sie keine erfahrenen Anleger sind. CFDs gehören zur Kategorie der Hebelprodukte, sind keine solide Geldanlage und können zu erheblichen Kursverlusten führen, die die eigene Einlage übersteigen. Mit den erhöhten Gewinn-Chancen von CFDs sind eben auch erhöhte Risiken verbunden. Ein Beispiel: CFDs werden nur zu Handelszeiten der Börsen gehandelt. Wer vergisst, seine Positionen auf dem CFD-Konto über Nacht und übers Wochenende zu schließen, kann sich im schlimmsten Fall um sein gesamtes Vermögen bringen, wenn der Kurs des Basiswertes unbemerkt abstürzt. Übersteigt dann der Verlust die Margin, kann der Anleger sogar zum Nachzahlen gezwungen sein. Das geschieht automatisch durch die Bank. Sie erhöht aus dem Kapital auf dem Depotkonto einfach die Margin – und auch darüber hinaus. Der Hebel wirkt – wie bei jeder Wette – eben auch gegen den Anleger.

Tipps für den Handel mit CFDs

Für Anleger gilt: Wer CFDs handeln will, sollte dies nur mit Sicherheitsmaßnahmen tun. Einige Banken bieten eine kostenlose Risikobegrenzung an. Anleger können zwar dann oft nur mit kleineren Hebeln arbeiten, aber auch höchstens die Margin verlieren. Wer bei CFDs maximal hebeln will, sollte zumindest eine automatische Positionsschließung vereinbaren – sofern die Bank dies anbietet. CFDs sind nichts für den durchschnittlichen Geldanleger, der ein wenig Rendite erzielen möchte. Selbst erfahrene „Zocker“ sollten nur Geld einsetzen, das sie jederzeit entbehren können. Auf dem Depotkonto, über das Anleger CFDs handeln, sollten nur Beträge liegen, die Investoren zur Not auch für den Handel mit CFDs einsetzen würden.

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