Immobilien - Szenario:
Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

 Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

Ein Familienvater und Geschäftsführer eines aufstrebenden Unternehmens wirft gerne ab und zu einen Blick auf das Geschehen an der Börse. Mit den Jahren hat er sich ein ansehnliches finanzielles Polster angespart, das er gerne, vor allem im Hinblick auf die Zukunft seiner Kinder, noch etwas vermehren möchte. Immer wieder liest er in den Medien von Immobilien als lohnenswerte Geldanlage. Für ihn klingt das zunächst nach einer soliden, langfristigen Geldanlage, aber er erinnert sich auch noch an die geplatzte Immobilienblase von vor ein paar Jahren, die der Finanzkrise vorausgegangen war. Daher möchte er sich nun eingehend über die Möglichkeiten informieren, die er als Investor in Spe hat, bevor er sein Geld in die Hand nimmt.

Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

Der Immobilienkauf mit anschließender Vermietung erscheint er als der offensichtlichste Weg sein Geld in Immobilien anzulegen. Auf diesem Wege könnte er monatlich Mieteinnahmen für sich einstreichen und hätte darüber hinaus die Option, die Wohnung selbst zu nutzen, wenn er möchte. Andererseits käme auf ihn als Vermieter eine große Verantwortung zu. Er wäre für die Instandhaltung des Hauses verantwortlich und müsste für eventuell anfallende Sanierungskosten aufkommen. Zudem würde dies auch einen größeren Zeitaufwand bedeuten, vermutet er. Zeit, die er als Geschäftsführer und Familienvater nicht zur Verfügung hat. Letzten Endes findet er es auch andererseits riskant, sein Kapital an eine einzige Immobilie zu binden. Auf eine Risikostreuung würde er damit nämlich verzichten müssen.

Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

Börsenpapiere erscheinen ihm da viel sympathischer und vor allem bequemer. Auf diese Weise könnte er indirekt in „Betongold“ investieren, ohne ein eigenes Gebäude kaufen zu müssen. Zudem sind Wertpapiere erheblich günstiger als der Direktkauf einer Immobilie. Auch der An- und Verkauf würde erwartungsgemäß weit schneller und einfacher von der Hand gehen, als der Kauf oder Verkauf einer physischen Immobilie. Ein weiterer Vorteil ist, dass er hier eine größere Risikostreuung erreichen kann und sein Kapital nicht an eine einzelne Immobilie hängen muss. Mit etwas Glück, kann er sogar Dividenden für sich abgreifen. In Sachen Wertpapieren hat er die Auswahl zwischen Immobilienaktien und Immobilienfonds. Immobilienaktien wären in diesem Falle Anteile an Firmen, die mit Wohn- und Gewerbeimmobilien handeln oder aber diese im Bestand halten und Miteinnahmen kassieren. Was Immobilienfonds betrifft, so ist hier zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds zu unterscheiden.

Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

In einen offenen Immobilienfonds könnte er jederzeit einsteigen und das sogar recht billig. Offene Immobilienfonds investieren zudem nicht in Mietshäuser, sondern in Bürotürme, Einkaufszentren, Hotels, Lagerhallen und ähnliche gewerbliche oder öffentliche Gebäude. Die Gewinne erwirtschaftet der Fonds über Mieteinnahmen und Verkäufe. Allerdings könnte der Familienvater hier seine Gewinne nicht jederzeit abgreifen. Als Neuanleger müsste er eine zweijährige Mindesthaltbarkeitsdauer einhalten und für Beträge von mehr als 30.000 Euro existiert eine einjährige Kündigungsfrist. Eine nahezu optimale Risikostreuung und die jährliche Gewinnausschüttung im offenen Immobilienfonds wären jedoch andererseits gute Argumente für diese Investition findet er.

Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

Sollte er jedoch lieber in einen geschlossenen Immobilienfonds investieren wollen, so wäre dies nur zu einem bestimmten Zeitraum möglich. Hätte er den richtigen Moment getroffen, um sein Kapital einzubringen, so wäre dieses allerdings auch bis zum Verkauf der Objekte, um die es in dem bestimmten Immobilienfonds geht, gebunden. Die Beteiligung in einem geschlossenen Immobilienfonds ist oft auch etwas kostenintensiver, wie er erfährt. Oftmals darf man erst ab einem Betrag von 10.000 Euro einsteigen. Beim Verkauf eines lukrativen Objekts könnte sich das bei einem so hohen Einsatz lohnen, überlegt er. Andererseits, sollte sich das Objekt nicht oder nur zu einem geringen Preis verkaufen lassen, wäre sein ganzer Einsatz verloren. Eine Risikostreuung wäre mit dieser Art der Investition kaum möglich.

Wie kann ich in Immobilien investieren, wenn ich kein Haus kaufen möchte?

Nach reiflicher Überlegung kommt er zu dem Schluss, sich ein paar Anteile an einem Immobilienfonds zuzulegen. Hier kann er von einer breiten Streuung profitieren und erhält jährliche Gewinnzahlungen. Das ausschlaggebende Argument war für er jedoch letztendlich der Zeitfaktor. Während er sich als Halter von Immobilienaktien selbst um Käufe und Verkäufe kümmern müsste und den Aktienmarkt immer im Blick haben sollte, kann er sich mit seinen Fondsanteilen gemütlich zurücklehnen. Hier kümmert sich nämlich ein Fondsmanager darum, dass das Geld aller Fonds-Teilhaber möglichst gewinnbringend angelegt wird.

Der Familienvater ist mit seiner Entscheidung sehr zufrieden. Er kann sich weiter um seine Pflichten als Geschäftsführer und Familienvater kümmern und hat trotzdem einen guten Weg gefunden, sein Vermögen mit der Investition in Immobilien zu vermehren.

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