Geldanlage Automobilmarkt: Die Vor- und Nachteile

Autos als Wertanlage – Die Vorteile

Wer sein Geld nicht (nur) dem Aktienmarkt oder der Bank anvertraut, dem steht mit dem Automobilmarkt ein interessantes Investmentvehikel zur Verfügung. Der offensichtlichste Vorteil liegt dabei auf der Hand: Gegenüber anderen Geldanlagen bringt das Investieren in Autos deutlich mehr Spaß mit sich. Doch auch aus Renditegesichtspunkten ist die Geldanlage Auto nicht zu vernachlässigen. Wählt man beim Kauf das richtige Modell, gilt der Markt bei Experten und Investmentberatern längst als gute Geldanlage, die klassischen Anlagemöglichkeiten teilweise sogar den Rang ablaufen kann – zumindest dann, wenn man nicht in Neuwagen investiert.
Die Nachfrage nach Modellen aus Kleinserien ist hoch – der Einstieg von Nicht-Sammlern, die primär aus Gründen der Geldanlage in den Markt investieren, lässt die Nachfrage weiter steigen.
Auch aus steuerlichen Gründen haben Geldanleger gegenüber anderen Anlageklassen die Nase vorn. Das H-Kennzeichen für Oldtimer bringt finanzielle Vorteile nicht nur bei der Kfz-Steuer sondern auch bei vielen Versicherungen. Gewinne aus dem Verkauf von Automobilen werden darüber hinaus nicht durch die Abgeltungssteuer geschmälert, wie dies beim Verkauf von Wertpapieren der Fall ist. Stattdessen können sich Besitzer von Oldtimern nach 12 Monaten steuerfrei von ihren Wagen trennen.
Insbesondere mit seltenen Oldtimern lassen sich stattliche Renditen einfahren. Auf Auktionen zahlen Sammler teils mehrere Millionen Euro für ein bestimmtes Modell. Für den Kleinanleger mit begrenztem Budget kommen diese Modelle aber ohnehin eher nicht in Frage.

Autos als Wertanlage – Die Nachteile

Augenfälligster Nachteil beim Investieren in den Automarkt ist die Tatsache, dass die finanzielle Belastung des Käufers mit dem Erwerb eines Wagens nicht endet. Anders als bei Aktien müssen Investoren zusätzliches Kapital in ihren Young- oder Oldtimer investieren. So ist nicht nur eine Versicherung fällig, auch die regelmäßige Wartung muss beim Kauf einkalkuliert werden, um sich Chancen auf die bestmögliche Wertsteigerung zu sichern. Zudem muss das Investment gepflegt und bewegt werden – wer aus reinen Renditegesichtspunkten kauft, für den könnte sich dies als Problem erweisen, denn ein Unterstellplatz ist unerlässlich. Darüber hinaus können zusätzliche Kosten auf den Käufer zukommen, die im Vorfeld noch nicht abzusehen sind. Sollten Reparaturen nötig sein muss man teils hohe Kosten für Ersatzteile einkalkulieren. Auch Betanken muss man sein Investment, wenn man es (wie empfohlen) regelmäßig auf die Straße bringt, um Standschäden zu vermeiden.
Experten rechnen damit, dass all diese zusätzlichen Ausgaben auf Kosten der Rendite diese um rund vier Prozent im Jahr schmälern. Anleger sollten sich dieser Tatsache im Vorfeld also bewusst sein.

Fazit

Die Auswahl des richtigen Fahrzeugs vorausgesetzt schätzen Experten das Risiko, das in den Oldtimermarkt investierte Geld zu verlieren, als verhältnismäßig gering ein. Denn alte Wagen, die eine lückenlose Historie aufweisen, gut gepflegt und nicht allzu häufig verfügbar sind, steigern ihren Wert mit den Jahren ganz automatisch. Allein durch die Tatsache, dass mit zunehmendem Alter des Autos weniger der gleichen Modelle auf den Straßen fahren und damit die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Der Markt boomt, die Nachfrage nach gepflegten Oldtimern ist enorm hoch, was sich auch auf die Preise auswirkt. Dennoch sind Oldtimer für die wenigsten Fans eine reine Geldanlage. Zusatzausgaben, die jährlich anfallen, gehen auf Kosten der Rendite. Zudem schaltet nicht jeder alte Wagen automatisch in den Renditegang. Anleger, die ihr Geld in den Automobilmarkt investieren, müssen und sollten ein gehöriges Maß an Leidenschaft für das Thema mitbringen. Auch Autos, die als Wertanlage dienen, müssen bewegt werden und sind keine Schmuckstücke, die in der Garage eingelagert werden, bis sie ihren Wert gesteigert haben und wieder in den Verkauf gebracht werden.
Wenn man ein Investment in den Markt in Erwägung zieht, sollte man neben der Affinität zum Thema Autos aber auch eine Menge Fachwissen mitbringen oder sich entsprechende Expertenunterstützung holen. Die Möglichkeit, sein Geld auf die falschen Pferdestärken – oder das falsche Auto – zu setzen, ist durchaus vorhanden und sollte so weit wie möglich reduziert werden.

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