Investieren in Autos:
Wie finde ich das beste Oldtimer-Investment?

Anleger, die ihr Geld in Oldtimer gesteckt haben, konnten sich in der Vergangenheit häufig über eine stattliche Rendite freuen. Allerdings haben sich nicht alle Wagen als Renditestars erwiesen – der Erfolg eines Auto-Investments hängt immer auch stark von der Auswahl des Modells ab.

Aber wie finden Käufer am Markt die Renditebringer von morgen?

Informieren und Markt beobachten

Der Automobilmarkt ist groß und übersichtlich. Da das für eine Geldanlage geeignete Modell zu finden, ist schwierig. Interessenten kommen daher nicht umhin, sich über die Marktgegebenheiten zu informieren und die Marktlage zu sondieren. Dabei sollte man die für das eigene Investment wichtigen Fragen stets im Auge behalten:

  • 1. Wie hoch ist das Investitionsbudget?
  • 2. Gibt es bereits ein favorisiertes Modell?
  • 3. Wie soll der Wagen genutzt werden?

Vor dem Kauf steht immer der Kassensturz. Wie viel Geld man in den Automarkt investieren will, hängt vor allem vom eigenen Budget ab. Sammler legen für seltene und gut erhaltene Modelle sogar zweistellige Millionen Eurobeträge auf den Tisch. Aber auch im Einstiegssegment kann man fündig werden. Experten sehen im Bereich bis 250.000 Euro durchaus Renditechancen, wenn man einen der Renditestars von morgen erwirbt.
Hat man bereits vor der Marktsondierung ein bestimmtes Modell im Auge – etwa weil es das Lieblingsauto aus der Jugend sein muss, oder der Wagen, mit dem man emotionale Erinnerungen verbindet - hat man aus Renditegesichtspunkten schon schlechtere Karten. Die Auswahl ist eingeschränkt, das Angebot des Marktes in der Regel begrenzt.
Wie soll der Wagen genutzt werden? Auch dies ist bei der Auswahl eines geeigneten Modells eine wichtige Frage, die im Vorfeld beantwortet werden muss. Oldtimer-Fans, die regelmäßig Ausfahrten planen und ihren Wagen als Fahrzeug nutzen möchten, setzen sicher andere Prioritäten, als Käufer, die aus reinen Renditegesichtspunkten kaufen und die Fahrzeuge so wenig wie möglich bewegen. Letzteren ist vermutlich egal, was der Wagen unter der Haube hat, während Oldtimer-Liebhaber den Wagen zum Sehen und Gesehen werden, vor allem aber zur eigenen Nutzung erwerben.
Um Marktbeobachtung kommt allerdings keiner der beiden Oldtimer-Käufer herum. Viele Experten vergleichen den Markt für alte Autos mit der Börse, nur wer früh Trends und Investitionsmöglichkeiten erkennt und einsteigt, bevor die breite Masse einsteigt, kann sich über außerordentliche Wertsteigerungen freuen.

Den richtigen Zeitpunkt zum Autokauf erwischen

Prinzipiell ist es ganz einfach: Kaufen sollte man dann, wenn die Preise am niedrigsten sind. Aber wie findet man den richtigen Zeitpunkt zum Erwerb eines wertsteigerungsfähigen Fahrzeugs? Investoren in den Automarkt brauchen vor allem eines: Geduld. Nicht nur die Suche nach einem geeigneten Modell kann sich über Monate oder Jahre hinziehen, auch nach dem Erwerb muss man sich bewusst sein, dass teils mehrere Jahrzehnte ins Land gehen können, bis der Wagen eine spürbare Wertsteigerung erfahren hat. Zwischentiefs müssen Autobesitzer aushalten und aussitzen können.
Dabei lohnt sich ein Blick in Fachzeitschriften, aber auch der Besuch verschiedener Händler. Preisvergleiche anzustellen gehört zum Auswahlprozess ebenfalls dazu. Auch im Internet kann man das eine oder andere Schnäppchen machen. Oldtimerbörsen, Gebrauchtwagenportale – im Web bleibt kaum ein Wunsch von Oldtimerfans unerfüllt. Allerdings ist hier auch das Risiko deutlich höher – speziell dann, wenn man selbst kein Experte ist.
Wer über kein millionenschweres Investitionsbudget verfügt, um auf dem Oldtimermarkt direkt tätig zu werden, für den bieten sich Youngtimer als Alternativanlage an. Gerade aus Wertsteigerungsgesichtspunkten ist in diesem Segment der größte Erfolg zu erwarten. Kurz bevor Wagen zu Youngtimern werden, also noch bevor sie 15 Jahre alt sind, sind sie in der Regel am günstigsten. Doch nicht jeder Gebrauchtwagen mausert sich mit 15 Jahren zum Youngtimer – es kommt vielmehr darauf an, dass das Modell bereits im Vorfeld immer seltener auf den Straßen zu sehen ist, idealerweise gab es bereits zum Verkaufsstart nur eine begrenzte Anzahl dieser Wagen.

Wertsteigerung bei Autos: Kleinserien vs. Exoten

Die Tatsache, dass ein Wagen, der aus Renditegesichtspunkten erworben wird, kein Massenmodell sein sollte, versteht sich von selbst. Wertsteigerungen lassen sich in der Regel nur mit Wagen erzielen, nach denen die Nachfrage größer ist als das Angebot. Kleinserien von Herstellerseite aus sollten daher beim Kaufwunsch genauer unter die Lupe genommen werden. War die Auflage des Wagens bereits von vorneherein limitiert, kann dies ein Hinweis auf einen möglichen Renditestar von morgen sein. Wurden nur geringe Stückzahlen einer Baureihe hergestellt, mausern sich diese Modelle häufig zu Liebhaberfahrzeugen und werden speziell bei Sammlern beliebt.
Die Finger lassen sollte man allerdings von Exoten. Wagen mit grellen Farben mögen zwar selten gebaut und nur in minimalen Stückzahlen hergestellt worden sein, die Nachfrage danach dürfte sich allerdings ebenfalls in Grenzen halten. Andernfalls dürfte die Suche nach einem Käufer deutlich längere Zeit in Anspruch nehmen.

Autokauf: Lückenlose Historie ist elementar

Wer Automobile als Anlageklasse wählt, der sollte stets das beste Auto kaufen, das im Rahmen des eigenen Budgets zu erwerben möglich ist. Elementar ist, dass das ins Visier eines Käufers geratene Modell lückenlos gepflegt und gewartet wurde.
Käufer sollten beim Kauf ebenso wenig auf das Checkheft verzichten, wie auf einen lückenlosen Nachweis aller Vorbesitzer, denn gerade eine nachvollziehbare Historie kann einen Wagen zum Renditestar machen.
Neben der Tatsache, dass das Auto gepflegt wurde, ist auch der technische Zustand wichtig. Es lohnt sich daher, beim Kauf einen Experten an Bord zu holen, der die Ausstattung des Wagens ebenso beurteilen kann, wie möglicherweise notwendige Reparaturen oder Aufbauarbeiten.

Welche Automodelle sind Zugpferde?

Wertsteigerungen sind vor allem mit großen Namen zu erzielen. Mercedes, BMW, Ferrari, Porsche – einige Modelle dieser Hersteller sind bereits ab Werk nur in geringen Stückzahlen produziert worden und daher prädestiniert für einen Geldanlage.
Doch nicht alle Modellreihen dieser Automobilriesen haben sich in der Vergangenheit als Zugpferde bei der Rendite erwiesen. Nicht nur Alter, Zustand und Pflege spielen eine Rolle. Viele Sammler und Oldtimerfans verbinden mit bestimmten Modellen auch Erinnerungen. So ist der VW-Käfer zwar ein weit verbreitetes Modell gewesen, dennoch spielt gerade bei diesem Wagen die emotionale Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wer einen Käfer in seiner Jugend gefahren hat – möglicherweise als Erstbesitzer – verbindet mit diesem oft unzählige Erinnerungen, die bei der (erneuten) Entscheidung für einen (nunmehr) Käfer-Oldtimer den Preis in die Höhe treiben können. Auch Traumautos aus der Jugend gehören zu den Wagen, für die sich Käufer eher aus emotionalen Gesichtspunkten entscheiden.
Daher können Oldtimer auch zu alt sein. Knüpft die heutige Käuferschicht keine Erinnerungen an die Modelle, kommen sie als Wertanlage eher nicht in Frage.
Offene Sportwagen bekannter Hersteller gehören ebenfalls zu den Modellen, die Investoren auf dem Oldtimer-Markt im Auge behalten sollten. Doch auch in diesem Bereich kann nicht jedes Modell automatisch hohe Wertsteigerungen erzielen. Gezielte Marktbeobachtungen im Hinblick auf die Nachfrage sind daher unumgänglich.
Alles in allem sind es die Klassiker auf dem Automarkt, die sich als Wertanlage lohnen und in Zeiten von Wertschwankungen am stabilsten überstehen.

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