So finden Sie Investments mit Wertsteigerungspotenzial

Wer nicht aus modischen sondern aus Investmentgründen in Schmuck investiert, der muss das richtige Investitionsobjekt finden. Denn die Mehrzahl der auf dem Schmuckmarkt angebotenen Stücke ist eine Geldanlage für Liebhaber, nicht für Investoren. Nur besonders hochwertiger Schmuck eignet sich als Kapitalanlage – Experten beziffern häufig Schmuck aus dem Hochpreisbereich ab einem mittleren fünfstelligen Betrag als anlagegeeignet.

Diamanten & Co.: Qualität der Steine beachten

Sind in dem Schmuck Edelsteine verarbeitet, sollten Anleger auf die Einhaltung der Qualität achten. Oft sind kleine Beschädigungen mit bloßem Auge nicht sichtbar, Expertenbeurteilungen sind daher unabdingbar. Im Segment für Hochpreisschmuck findet man als Edelsteine besonders häufig Diamanten. Anleger müssen beim Erwerb eines Schmuckstückes folgende Kriterien besonders genau unter die Lupe nehmen: Reinheit, Schliff, Gewicht, Farbe und Seltenheit. Die Farbe ist für die Wertbestimmung besonders wichtig, wirkt sie sich doch direkt auf den Preis aus, während die anderen Merkmale direkt auf die Farbe durchschlagen. Da sich bei der Bewertung dieser Kriterien selbst erfahrene Schmuckkäufer häufig Fehlbeurteilungen erliegen, sollte man unbedingt Expertisen von Experten einholen. Nur ausgewiesene Edelsteinexperten können den Wert eines Steines professionell ermitteln und können darüber hinaus auch kleinste Beschädigungen, die sich negativ auf den Materialwert auswirken können, erkennen. Anleger sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass mit professionellen Gutachten Zusatzkosten verbunden sind, die in der Regel bei einem möglichen Verkauf nicht auf den Preis aufgeschlagen werden können.

Diamanten haben als Wertanlage einen klaren Vorteil: Sie sind sehr robust. Damit legen sie eine Wertbeständigkeit an den Tag, die vielen anderen Edelsteinen fehlt. Den fairen Wert zu ermitteln, ist allerdings eine Wissenschaft für sich. Preislisten oder Börsen mit aktuellen Handelspreisen gibt es für Edelsteine wie Diamanten nicht. Es existieren also keine tagesaktuell abrufbaren Marktpreise wie bei Gold anhand derer man sich den Wert seines Schmuckstückes errechnen kann. Selbst die nur Profis zugängliche Rapaportliste, anhand derer man Anhaltspunkte über den Wert von Diamanten aufgrund von Karat und anderer Kriterien erhalten kann, ist eher unverbindlich. Anleger und Schmuckbesitzer müssen sich deswegen auf das Urteil von Experten zum Wert und Zustand des Steines verlassen.

Wichtig ist daher, wo Schmuckinvestoren Steine erwerben. Schmuckauktionen sind eine gute Gelegenheit, um professionell begutachtete und bewertete Diamanten unter den Hammer kommen – in der Regel können sich Anleger auf die seriösen Gutachten bei Schmuckauktionen verlassen. Die Preise sind teils unter denen, die Schmuckhändler verlangen, da die Händlermarge wegfällt. Darüber hinaus gibt es am Markt auch professionelle Diamantenhändler. Auch diese sind in der Regel seriös – Schnäppchen wird man aufgrund der von ihnen bevorzugten qualitativ hochwertigen Ware hier aber eher nicht machen können.
Neben der Qualität des Diamanten sollten Anleger auch darauf achten, marktgängige Schliffe und Größen zu erwerben. Im Falle eines Verkaufs finden sich so schneller Interessenten.

Fazit:
Experten raten bei Diamanten-Investments eher dazu, direkt in die Edelsteine zu investieren. Diamantenvorkommen werden in den nächsten Jahren weiter schrumpfen, die Nachfrage dürfte daher das Angebot weiter übersteigen. Investitionen in Einkaräter, die lupenrein und von hoher Farbgüte sind, können sich durchaus lohnen. Diamantenschmuck hingegen ist bei Experten als Anlageempfehlung deutlich weniger beliebt. Sobald die Steine verarbeitet werden, kommen Kosten hinzu, die den reinen Materialwert übersteigen und bei einem möglichen Kauf nur sehr schwer zu kalkulieren sind. Im Bedarfsfall macht man Diamanten deutlich schneller zu Geld als Diamantenschmuck. Trotz aller Vorkehrungen und sorgfältiger Auswahl sollten Diamantenbesitzer sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass – insbesondere bei kurzfristigem Verkauf – oftmals ein geringerer Preis erzielt wird als erhofft. Wer Diamanten oder Diamantenschmuck mit Gewinn verkaufen will, der braucht Geduld, den richtigen Riecher und das richtige Timing. Daher eignet sich Edelsteinschmuck auch eher nicht zur kurzfristigen Kapitalanlage.

Gold

Bei Goldschmuck als Investment gibt es für Anleger einiges zu beachten. Besonders die Qualität des Edelmetalls spielt bei der Wertermittlung eine elementare Rolle. Den aktuellen Tagespreis zu ermitteln, ist auf einfache und transparente Art und Weise möglich, der Goldpreis ist tagesaktuell abrufbar. Allerdingst ist Gold nicht gleich Gold:
Anlagegold ist hochwertig – der Preis liegt nahe am Gegenwert des Goldgehaltes und Goldgewichtes. Die Reinheit von Gold wird in Karat angegeben – 100% reines Gold hat einen Wert von 24 Karat.

Allerdings ist Schmuckgold verarbeitet, das senkt den Reinheitsgehalt, was sich auch in Karat niederschlägt. Der 333-er Gold-Stempel, der auf vielen Schmuckstücken zu finden ist, bedeutet nichts anderes, als dass es sich hierbei um 1/3 reines Gold handelt – 8 Karat ist der Wert. Schmuckstücke mit einem Goldgehalt von 58,5 Prozent, also mit 585-er Stempel im Schmuckstück, sind 14 Karat wert. 750-er Gold mit einem Goldanteil von 75 Prozent hat einen Wert von 18 Karat. Alles was darüber hinausgeht, ist für die Schmuckindustrie nur wenig interessant, denn beständige Schmuckstücke sind aus reinem Gold, das zu weich ist, nicht zu erschaffen.

Bei Schmuck als Geldanlage ist die Reinheit des Goldes elementar und schlägt sich direkt auf den Preis durch. Höherwertiger Goldschmuck ist in der Anschaffung teurer – ob auch ein höherer Wiederverkaufswert zu erzielen ist, ist aber fraglich. Am Markt bekommen Schmuckverkäufer zwischen 30 und 50 Prozent des Anschaffungspreises. Denn auch Händler wollen leben – der Wert eines Schmuckstückes lässt sich nicht allein durch den enthaltenen Goldanteil beziffern. Käufer zahlen auch die Händlerspanne, mögliche Schmuckdesigner und Herstellungskosten, die beim Wiederverkauf kaum Berücksichtigung finden.
Wer Goldschmuck kauft, sollte daher Wert darauf legen, dass er oder der Beschenkte Gefallen an dem Schmuckstück findet. So erhält dieses – jenseits von Gold- und Edelsteinwert noch einen individuellen Wert, den man am Markt nicht beziffern, beim Verkauf allerdings auch nicht einfordern kann.

Wer Gold als Wertanlage kauft und sich für Schmuck, statt für Anlagegold entscheidet, der muss auf hochwertiges Gold mit hohen Karat ausweichen. Nur dann ist eine Wertsteigerung im Bereich des Möglichen – wenn der Schmuck sich nach der Haltedauer in einwandfreiem Zustand (im Idealfall ungetragen) befindet und Angebot und Nachfrage im bestmöglichen Sinne zusammenkommen.

Silber

Sind schon bei Goldschmuck die Spannen zwischen Edelmetallwert teilweise hoch, machen sich diese bei Silberschmuck noch deutlicher bemerkbar.
Weder Anlagesilber, noch Schmucksilber sind als rentable Anlageform zu empfehlen. Silberschmuck ist im Wertgehalt deutlich unter dem von Gold anzusiedeln, was ein wertsteigerndes Investment eher unwahrscheinlich macht. Auch wenn der Silberpreis den Goldpreis an der Börse zeitweise outperformt – dies ist in Zeiten stabiler Konjunktur insbesondere durch die starke Nachfrage aus der Industrie zu erklären. Silberschmuck wird in konjunkturell starken Zeiten seinen Wert aber nicht elementar steigern.

Mit dem Gedanken an eine Wertsteigerung in Silberschmuck zu investieren, ist trotz anziehendem Silberpreis wenig sinnvoll. Denn die Risiken sind die gleichen wie bei Goldschmuck – Händlermarge, Design, Herstellung lassen sich beim Wiederverkauf nicht auf den Preis aufschlagen. Der Silberpreis muss also massiv angezogen sein, um die Nebenkosten des Herstellungs- und Verkaufsprozesses auszugleichen. Üblicherweise ist dieser Ausgleich nicht mit einer Haltedauer von wenigen Jahren zu erzielen.

Fazit: Darauf sollten Sie bei Schmuckinvestments achten

Zusammenfassend lässt sich sagen, Anleger sollten auf folgende Merkmale achten, wenn Sie ihr Geld in Schmuck anlegen und Wertsteigerungen erzielen wollen:

  • Die Qualität der verwendeten Edelsteine muss hoch und zweifelsfrei nachweisbar sein. Zertifikate sind unabdingbar.
  • Die Qualität des Edelmetalls – vorzugsweise Gold – muss hoch sein. Als Kapitalanlage ist erst Gold ab 18 Karat geeignet.
  • Das Schmuckstück sollte Expertisen und Wertgutachten besitzen, die seine Qualität zweifelsfrei bescheinigen.
  • Schmuck sollte im Idealfall nicht getragen sein – schon kleinste Beschädigungen können den Wiederverkaufswert empfindlich drücken.
  • Große historische Vorbesitzer treiben den Preis: Beim Kauf aber auch hier auf ausreichenden Nachweis der Vorgeschichte achten – Die Besitzerkette muss nachgewiesen werden.
  • Seltene, extravagante und nicht einfach zu vermehrende Schmuckstücke sind vor einem Wertverfall besser geschützt. Kleine Auflagen oder Einzelstücke berühmter Schmuckdesigner eignen sich noch am ehesten als Kapitalanlage.
  • Preiswerter Schmuck ist kein geeigneter Investmentgegenstand. Experten raten dazu, erst ab einem fünfstelligen Betrag in den Markt einzusteigen.
  • Als Investmentgegenstand eignen sich am ehesten Ringe, Armbänder und Ketten/Colliers. Bei diesem Schmuckstücken ist der Wiederverkaufswert noch am höchsten.

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