Anlegen in Uhren –
Vor- und Nachteile des Investierens

Vorteile von Uhren-Investments

Mit einem Investment in Uhren diversifiziert man seine Geldanlage. Neben Aktien und Spareinlagen haben Anleger mit einem Sachinvestment wie einer Uhr ein zusätzliches Standbein, um das Risiko der Geldanlage zu minimieren.
Zeitgleich schützen Uhreninvestments vor Inflation. Besonders limitierte Modelle bieten sich als Inflationsschutz an, denn Raritäten lassen sich nicht vermehren. Konjunkturunabhängig ist man jedoch mit dem Sachinvestment Uhr nicht. Auch Liebhaber und Sammler sind von der aktuellen Wirtschaftslage abhängig und zahlen in konjunkturstabilen Zeiten mehr, während sie ihr Geld in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eher nicht investieren. Auch sind die Preise am Markt abhängig von Wirtschaftsstimmung und Konjunktur.
Mit einer Uhr erwirbt man einen Sachwert, die auch einen emotionalen Wert besitzt. Uhrenanleger sind in den meisten Fällen auch Uhrenliebhaber, die ihr Investment nicht unabhängig vom persönlichen Geschmack tätigen. Uhreninvestments machen also Spaß.
Uhren sind praktisch. Am Handgelenk erfüllen sie eine Funktion, was man nicht über alle Sachanlagen sagen kann.

Nachteile von Uhren-Investments

Anders als Aktien- oder Sparanlagen bringen Uhren keine Zinsen oder Dividenden. Es fehlen also laufende Einnahmen, dafür kommen aber in Form von Aufbewahrung, Versicherung und Wartung laufende Kosten auf den Investor zu.
Das Risiko eines Sachinvestments ist aufgrund der emotionalen Komponente höher als bei einer Geldanlage in Aktien. Zwar kann der Fundamentalpreis einer Uhr aufgrund von Preislisten recht leicht bestimmt werden, zu viele Faktoren wie Qualität, Pflege und Aufbewahrung können den Preis aber beeinflussen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Liebhaberkomponente: Ob eine Uhr eine Wertsteigerung erfährt, ob Liebhaber bereit sind, dafür deutlich mehr Geld zu zahlen als der Ursprungskäufer selbst, ist in den seltensten Fällen im Vorfeld abzusehen. Nicht jedes Modell einer wertsteigerungsfähigen Marke wird später einmal stark nachgefragt, nicht immer sind Limitierungen ein Garant für einen Wertanstieg.
Eine richtige Börse wie für Aktien gibt es für Uhren nicht. Zwar gibt es Preislisten, an denen sich Händler orientieren, gerade für Vintage-Uhren kann der Preis aber erheblich davon abweichen, je nachdem was Sammler bereit sind, zu zahlen.

Uhreninvestments sind langfristige Investments. Das schnelle Geld lässt sich mit der Geldanlage in Uhren nicht verdienen. Wer also möglicherweise schnell liquide sein muss und keine Zeit hat, um den besten Preis beim Verkauf zu erzielen, der ist mit anderen Anlageklassen besser beraten.

Fazit: Für wen lohnen sich Uhren als Geldanlage?

Uhrenkäufer finden sich in allen Schichten. Nicht nur Menschen mit großem Vermögen investieren einen Teil ihres Geldes in den Uhrenmarkt, auch weniger gut betuchte Menschen können als Sammler und Uhrenliebhaber agieren. Sammlermodelle mit Wertsteigerungspotenzial sind sowohl im mittleren als auch im gehobenen Preissegment zu finden, sofern man sich nicht an reinen Schmuckuhren orientiert.

Fakt ist, Uhrenanlagen bieten sich für all diejenigen an, die daran interessiert sind, ihre Anlagen zu diversifizieren und Alternativen zu Börse und Sparanlagen suchen.
Uhrenanlagen sind aber mit einem langfristigen Anlagehorizont verbunden. In den meisten Fällen sind Uhrenanleger aber auch Uhrenliebhaber – eine Sammelleidenschaft kann und sollte Investoren über einen langen Zeitraum begleiten. Wer Uhren als reine Geldanlage sieht, dem sollte das Risiko eines Verlusts bewusst sein. Uhrensammler und –liebhaber hingegen profitieren von der emotionalen Rendite, die ein Sachinvestment wie eine Uhr mit sich bringt.

Es ist also zu empfehlen, zumindest mit einer gewissen Leidenschaft an das Thema Uhren als Geldanlage heranzugehen. Und neben viel Engagement vor allem viel Zeit und Geduld mitzubringen, denn wer mit Uhren Geld verdienen will, der muss einen langen Atem mitbringen. Investitionen in Uhren sind immer langfristig zu sehen, bis eine Uhr ihr Wertsteigerungspotenzial ausgeschöpft hat, können durchaus zehn oder mehr Jahre vergehen. Viele der heute am teuersten gehandelten Uhren sind bereits mindestens 35 Jahre alt.

Der Uhrenmarkt ist unberechenbar. Nicht nur aktuelle Modevorlieben beeinflussen Nachfrage und Preise, auch die konjunkturelle Entwicklung kann Interessenten dazu veranlassen mehr oder weniger für ein Modell ausgeben zu wollen. Stilvoll anlegen in Uhren ist also ein Langfrist-Konzept, das vom Anleger selbst Begeisterung und Interesse verlangt. Nur dann lohnt es sich, in Uhren zu investieren.

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