Szenario: Ein Besserverdiener will in Luxusuhren investieren

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Der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit rund 100 Angestellten ist finanziell gut aufgestellt. Das Unternehmen läuft, mit einem Jahreseinkommen im knapp sechsstelligen Bereich gilt er als wohlhabend und kann der sozialen Oberschicht zugerechnet werden. Er hat ein Faible für Luxus, insbesondere Luxusuhren haben sein Interesse geweckt. Bereits vor geraumer Zeit hat er eine Sammlung begonnen – einige der Uhren sind im täglichen Gebrauch, andere sind in einem Safe gelagert.
Bezüglich des Sparvermögens aber auch im Hinblick auf die Verwendung seines regelmäßigen Einkommens sucht der Geschäftsführer den Rat eines Vermögensberaters, der zunächst eine Analyse der Rahmendaten erstellt.

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Die private Situation:

Mit seiner Frau und einem Kind lebt der zukünftige Anleger in einem Haus in der Vorstadt. Das Haus ist gehobener Standard, der Immobilienkredit voraussichtlich in wenigen Jahren abbezahlt. Die Immobilie ist rundum versichert und als Neubau sind in den kommenden Jahren keine altersbedingten Reparaturen zu erwarten.
Mit seinem Geschäftsführergehalt kommt die vermögende Familie gut über die Runden, die monatlichen Einnahmen liegen deutlich über den Ausgaben. Vermögenswerte besitzt die Familie vorwiegend in der Garage, in der zwei nicht im Alltag genutzte Sportwagen stehen. Zudem besitzt der Geschäftsführer eine kleine Uhrensammlung, die er bei Auktionen und in renommierten Juweliergeschäften erstanden hat. Ein größeres Aktienpaket an seinem Unternehmen ist bislang sein einziges Investment in Wertpapieren. Ein Börsengang der von ihm geleiteten Firma ist vorerst allerdings nicht in Gespräch.
Das Arbeitspensum ist hoch: Zwischen 60 und 80 Stunden arbeitet der Geschäftsführer wöchentlich für sein Unternehmen, teilweise im Außendienst, manchmal auch am Wochenende.
Die Familie zu vergrößern ist aktuell nicht geplant.

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Investmentvorlieben:

Aktuell lagert der Großteil des Sparvermögens der Familie auf der Bank – allerdings nicht aus Überzeugung sondern aus Mangel an Alternativen. Als Investor ist der Geschäftsmann – gestärkt durch seinen finanziellen Background – bereit, Wagnisse einzugehen, ohne aber einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals zu riskieren.
Aufgrund des Faibles für Luxusuhren und der bereits bestehenden Sammlung plant der Geschäftsführer, ein Investment in diesem Bereich weiter auszubauen. Das Auskommen der Familie sollte dennoch gesichert sein, da er als Alleinverdiener der Familie agiert. Unantastbar ist die Immobilie.

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Der Rat des Vermögensberaters:

Der finanzielle Background des Ratsuchenden gibt dem Vermögensberater einigen Handlungsspielraum im Hinblick auf verschiedene Investitionsmöglichkeiten. Wichtig bei seiner Beurteilung ist insbesondere, dass eine wirtschaftliche Abhängigkeit der Familie vom regelmäßigen Einkommen des Alleinverdieners besteht. Mit einer Immobilie, die noch nicht abbezahlt ist, den daraus resultierenden monatlichen Belastungen und der Tatsache, dass die Familie kein zweites Einkommen hat, führt zum Vorschlag eines Anlagemixes, der zum großen Teil auf Aktieninvestments, direkt über Aktien, Fonds oder Zertifikate beruht.
Den monatlichen Überschuss aus dem Einkommen lässt der Investment-Experte bei seiner Analyse angesichts der wirtschaftlichen Abhängigkeit zunächst außen vor und stützt sich aus Nutzen-Risiko-Gründen primär auf die vorhandenen Vermögenswerte.
Ein Investment in Aktien gilt langfristig als verhältnismäßig sicherer Renditebringer – vorausgesetzt, das Depot ist diversifiziert und wird regelmäßig überprüft. Im Hinblick auf die Vorliebe des Ratsuchenden für Luxusuhren bietet sich ein Investment in diesem Bereich in verbriefter Form an. Aktien von Luxusuhrenherstellern sind zur Diversifikation des Depots durchaus geeignet. Ergänzt werde sollte dieses durch Beteiligungen an Blue Chips verschiedener Branchen, möglicherweise Dividenden-Garanten.
Ein Teil des vorhandenen Sparvermögens sollte in Anleihen investiert werden, die als verhältnismäßig sicher gelten.
Da der Anleger explizit ein physisches Investment in Luxusuhren in Erwägung zieht, rät der Vermögensberater dazu, diesen Anteil im Gesamtmix gering zu halten. Mehr als zehn Prozent des vorhandenen Investitionsbudgets sollten nicht in nicht-verbriefter Form investiert werden. Bei der Auswahl der Luxusuhr verweist der Vermögensberater an renommierte Auktionshäuser, mit denen der Geschäftsführer bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat. Zu beachten ist im Falle des physischen Investments Luxusuhren, dass auch eventuelle Folgekosten Beachtung finden müssen. Sowohl die Kosten für mögliche Echtheits- und Qualitätszertifikate als auch Lagerkosten müssen bei der Anlageentscheidung mit einberechnet werden. So ist im Zusammenhang mit dem Ausbau der Sammlung die Anschaffung eines neuen, größeren Safes nötig, alternativ muss der Sammler Lagerkosten bei einer Bank oder einem Juwelier zahlen.
Im Zusammenhang mit dem Sportwagen-Hobby des Ratsuchenden rät der Experte, dass ein möglicher Neu-Erwerb bereits im Vorfeld vom Investitionsbudget abgezogen werden sollte. Da Neuwagen in der Regel schnell an Wert verlieren, spielen hier insbesondere emotionale, weniger aber renditesteigernde Aspekte eine Rolle. Auch bei Sportwagen bietet sich aus Renditegründen das Investieren in Aktien renommierter Hersteller an, die börsennotiert sind und mit denen man quasi indirekt an der Marktentwicklung teilhaben kann.

Regelmäßige Anlage-Überprüfung ist Pflicht

Die vom Vermögensberater empfohlenen Anlagen sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Auch wenn Aktien als langfristige Anlagen zu sehen sind, muss man sich möglicherweise von schwachen Investments trennen oder die Diversifikation des Depots weiter vorantreiben.
Im Zusammenhang mit dem Luxusanlagen, sprich den physischen Uhren-Investments, muss der Markt im Auge behalten werden. Aktuelle Tendenzen, Nachfrageänderungen oder plötzliche Preisanpassungen sollten dauerhaft beobachtet werden. Ausgenommen davon sind Modelle, die zum täglichen Gebrauch erworben wurden – da sich die Nutzung von Uhren massiv in Wertabschlägen bemerkbar macht und Uhren im Gebrauch eher als emotionales denn als renditestarkes Investment zu betrachten sind.

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