Renditen der verschiedenen Kontomodelle beim Banksparen

Girokonto

Bei den meisten Girokonten erhält man als Sparer keine Zinsen auf das eingezahlte Geld. Nur einige wenige Banken, meist Direktbanken, bieten auf das Girokonto Zinsen von um die 0,2 Prozent. Umso mehr Banken gibt es jedoch, die für ein Girokonto Kontoführungsgebühren verlangen. In Kombination mit fehlenden Zinsen ergibt sich für Sparer hier also eine negative Rendite, da ihr Geld auf dem Girokonto reduziert statt vermehrt wird. Für geldbewusste Sparer ist daher ein kostenloses Girokonto ohne Kontoführungsgebühren Pflicht, wenn es schon keine Zinsen gibt.

Sparbuch

Das Sparbuch ist zwar der Anlageklassiker der Deutschen, bei der Rendite enttäuscht es aber auf ganzer Linie. Laut der Finanzberatung FMH, die seit 1986 die Zinsen verschiedener Sparformen verfolgt und vergleicht, liegt der durchschnittliche Zins beim Sparbuch aktuell bei 0,2 Prozent. Zum Vergleich: Die Inflation auf Jahressicht liegt in Deutschland aktuell bei rund 1 Prozent. Der Zinsertrag pro Jahr liegt also klar unterhalb des Kaufkraftverlustes des Geldes durch Inflation. Mit einer Geldanlage auf dem Sparbuch erwirtschaften Sparer also einen negativen Realzins.

Tagesgeld

Die angebotenen Zinsen können bei verschiedenen Tagesgeldanbietern stark schwanken. Oft gibt es für Neukunden zeitlich begrenzt bessere Zinsen als für Bestandskunden oder die Höhe des Zinssatzes ist an die Höhe des Kontostandes auf dem Tagesgeldkonto gekoppelt. Laut der Finanzberatung FMH liegt der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld aktuell bei rund 0,6 Prozent. Wer nach besseren Angeboten sucht, findet aber auch Banken, die noch bis zu 1,3 Prozent Zinsen pro Jahr auf das Tagesgeldkonto gutschreiben. Leider gibt es am Markt aber auch deutlich schlechtere Angebote von Finanzinstituten, die nur marginale 0,1 Prozent Zinsen auf ein Tagesgeldkonto bieten.

Festgeld

Bei Festgeld hängt die erzielbare Rendite eng mit der gewählten Laufzeit zusammen. Je länger man als Anleger bereit ist, sein Geld zu binden, desto höher fallen auch die Zinsen aus. Bei Festgeld bis 12 Monate übersteigt das Zinsniveau jedoch in der Regel kaum das von Tagesgeld. Bei Sparbriefen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten kann man jedoch höhere Zinsen als beim Tagesgeld ergattern. Da der Zinssatz bei Festgeld nach Abschluss nicht mehr angepasst werden kann, bietet diese Form des Banksparens die höchste Zinssicherheit. Gleichzeitig verfügt aber auch der Anleger hier über die kleinste Flexibilität beim Banksparen, da er während der Laufzeit nicht über das angelegte Geld verfügen beziehungsweise das Festgeld nur in Ausnahmefällen und zu schlechteren Konditionen vorzeitig kündigen kann.

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