So sparen Sie richtig! – Die wichtigsten Regeln

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, dieses Sprichwort kennt wohl jeder. Tatsächlich sollte man regelmäßig und rechtzeitig ans Sparen denken, damit man in der Notsituation oder auch im Alter nicht ohne Geld da steht. Beim richtigen Sparen können Ihnen die folgenden Regeln helfen.
  • Regel 1: Früh anfangen

  • Beginnen Sie möglichst früh damit, kleine Beträge anzusparen. Wenn Sie erst mit dem Sparen beginnen, wenn die Waschmaschine kaputt ist oder die nächste Urlaubsreise bereits geplant ist, ist es zu spät. Außerdem können Sie so besonders lange vom Zinseszinseffekt profitieren und ihr angespartes Geld optimal vermehren.
  • Regel 2: Regelmäßig kleine Raten sparen

  • Wie viel Sie monatlich sparen sollten, hängt von ihrem finanziellen Spielraum ab. Wenn Sie am Ende des Monats normalerweise viel Geld übrig haben, können Sie monatlich auch mehr sparen, als wenn Ihnen am Ende des Monats nur ein kleiner Betrag übrig bleibt. Wichtig ist aber, dass Sie überhaupt regelmäßig etwas sparen. Es ist dabei egal, ob das 20 Euro, 50 Euro oder 100 Euro pro Monat sind. Auch mit kleinen Sparraten lässt sich ein finanzielles Polster aufbauen.
  • Regel 3: Dauerauftrag einrichten

  • Der gute Vorsatz, künftig mehr Geld zu sparen, hält leider oft nicht sehr lange. Darum gilt: Wenn Sie ermittelt haben, wie viel Geld Sie pro Monat sparen können, dann legen Sie einen Dauerauftrag an, mit dem diese Summe monatlich auf ein geeignetes Konto überwiesen wird. Auch Abschöpfungsaufträge sind möglich. Mit diesen wird monatlich der Betrag überwiesen, der über einem gewissen Grenzbetrag liegt. Durch Daueraufträge ist garantiert, dass die monatliche Sparrate nicht aus Versehen vergessen wird. Sollte einmal eine finanzielle Notsituation einsetzen, die das Sparen in einem Monat unmöglich macht, können Daueraufträge einfach ausgesetzt werden.
  • Regel 4: Auf dem richtigen Konto sparen

  • Beim Sparen kommt es natürlich auch auf die Verzinsung an. Sparen Sie deshalb auf dem Konto, auf dem Sie die höchsten Zinsen erhalten und schichten Sie Ihr Erspartes nach dem Terrassenmodell. Als Faustregel gilt: Drei Nettogehälter sollten für Reparaturen oder unvorhergesehene Ausgaben immer sofort verfügbar sein. Das heißt aber noch lange nicht, dass dieses Geld unverzinst auf dem Girokonto liegen sollte. Auch auf Tagesgeldkonten ist ihr Geld schnell verfügbar und Sie erhalten darauf noch Zinsen. Geld, das darüber hinaus für geplante Anschaffungen angespart wird, muss zum geplanten Zeitpunkt ebenfalls sicher verfügbar sein. Wenn Sie einen Teil oder die gesamte benötigte Summe bereits zusammen haben, können Sie diese bis zum entsprechenden Zeitpunkt auf einem Festgeldkonto anlegen. Dort erhalten Sie höhere Zinsen als beim Tagesgeldkonto und ihr Geld steht Ihnen dank unterschiedlicher Laufzeiten von wenigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren zum gewünschten Zeitpunkt sicher und mit Zinsen wieder zur Verfügung. Wenn Sie noch Erspartes übrig haben, das über die genannten Summen hinausgeht und in naher Zukunft sicher nicht benötigt wird, dann können Sie dieses Geld auch an der Börse investieren. Hier kann es aber zu Wertschwankungen und einem zwischenzeitlichen Wertverlust des angelegten Geldes kommen. Daher ist es wichtig, dass nur nicht benötigtes Geld an der Börse investiert wird, da Sie sonst gezwungen sein könnten, das Geld gerade im schlechtesten Zeitpunkt abzuziehen, anstatt den Verlust auszusitzen.
  • Regel 5: Angebote vergleichen und auf Garantiezeiten achten

  • Auf der Suche nach dem richtigen Sparkonto ist es wichtig, verschiedene Angebote zu vergleichen. Oft bietet die Hausbank nicht die besten Konditionen, so dass sich ein Wechsel lohnt. Viele Institute bieten für Neukunden auch besonders gute Konditionen, beispielsweise einen höheren Zinssatz aufs Tagesgeld. Vergleichen Sie hier die Höhe der Zinssätze und achten Sie darauf, wie lange diese garantiert werden. In Zeiten niedriger Zinsen gilt, je länger ein bestimmter Zinssatz garantiert wird, desto besser. Ist die Garantiezeit um, sollten Sie erneut Angebote vergleichen und wenn nötig auch wieder den Anbieter wechseln.

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