Szenario: Ein Sparbuch für das Enkelkind

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Man freut sich auf die Geburt seines ersten Enkelkindes. Um dem Kind zum 18. Geburtstag eine Freude zu machen und ihm einen erfolgreichen Start in das Erwachsenenleben zu ermöglichen, möchte sie bereits jetzt ein Sparbuch für ihr Enkelkind anlegen und darauf monatlich 50 Euro einzahlen. Sie hofft, dass so bis zum 18. Geburtstag ihres Enkels eine ansehnliche Summe zusammen kommt. Doch als werdende Großmutter/werdender Großvater ein Sparbuch für das Enkelkind einzurichten ist nicht so leicht, vor allem, wenn es auch auf den Namen des Enkelkindes laufen soll.

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Bevor das Enkelkind auf der Welt ist, kann man noch kein Sparbuch für es eröffnen. Und auch danach ist es nur mit Zustimmung der Eltern des Kindes möglich. Denn wenn bei der Bank ein Konto auf den Namen des minderjährigen Enkelkindes angelegt werden soll, wird zum Einen die Geburtsurkunde des Kindes und zum anderen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten in Form einer Unterschrift benötigt, die meist auch persönlich vor Ort in der Bank geleistet werden muss. Somit wird sichergestellt, dass es zu keinem Missbrauch mit dem Konto kommt. Bis zur Volljährigkeit des Kindes dürften außerdem auch die Eltern auf das Konto und das dort angelegte Geld zugreifen, allerdings nur für Ausgaben, die direkt das Kind betreffen. Die Übergabe des Sparbuchs mit dem angesparten Geld kann man daher später nicht als vollkommene Überraschung gestalten, zumindest nicht für alle Familienmitglieder. Auch ist nicht garantiert, dass sich auch alles Geld, das man eingezahlt hat, noch auf dem Sparbuch befindet, falls die Eltern bereits vor der Übergabe an das Kind Abhebungen getätigt haben. Da man aber ein gutes Verhältnis zu seiner beispielsweise Tochter und deren Mann hat, vertraut sie ihnen und richtet mit ihrer Hilfe das Konto für das Enkelkind ein.

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Wäre das Familienverhältnis nicht so gut, hätte sie auch ein Sparbuch auf ihren eigenen Namen einrichten und das Enkelkind als Begünstigten eintragen lassen können. In diesem Fall wäre der Geldsegen tatsächlich eine völlige Überraschung für das Enkelkind und dessen Eltern gewesen.

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Mit der Geburt des Kindes beginnt man nun, monatlich 50 Euro auf das Sparbuch einzuzahlen. Die Eltern halten sich an die Vereinbarung und heben nichts vom Konto ab. Nach 18 Jahren hat man so 10.800 Euro auf das Sparbuch eingezahlt. Die durchschnittliche Verzinsung für das Sparbuch lag in den 18 Jahren bei 1,08 Prozent. Über Zins und Zinseszins kommen somit noch einmal 1.120,26 Euro hinzu, so dass die Gesamtsumme auf dem Sparbuch nach 18 Jahren mit regelmäßigen Raten bei 11.920,26 Euro liegt. Genug Geld für den Führerschein, den Start ins Studium oder die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung.

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