Szenario: Geld für die Familie sparen

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Ein junger Familienvater erwartet mit seiner Frau das zweite Kind. Er muss als Alleinverdiener die Familie ernähren und mit dem zweiten Kind kommen neuen Kosten auf ihn zu, die er noch nicht genau beziffern kann, für die er aber bereits sparen möchte. Als Angestellter verdient er rund 2.560 Euro netto im Monat. Nachdem die monatlichen Kosten gedeckt sind, bleiben davon meist noch rund 500 Euro übrig. Mit 200 Euro davon wird ein Bausparvertrag bespart, der Rest steht für andere Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Große finanzielle Rücklagen, auf die sie in einem Notfall zurückgreifen könnten, hat die Familie nicht.

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Da die Rücklagen für einen Notfall fehlen, möchte Thomas Biedermann zunächst ein finanzielles Polster anlegen. Dafür möchte er, dass auf seinem Girokonto nach Abzug der laufenden Kosten noch 500 Euro liegen, auf die er sofort zugreifen kann. Diesen Stand auf seinem Girokonto erreicht er problemlos nach zwei Monaten. Anschließend richtet er einen Dauerauftrag ein und überweist damit monatlich 300 Euro auf sein Tagesgeldkonto. Durch den Dauerauftrag muss er nicht jeden Monat aufs Neue an eine Überweisung denken und wenn er das Geld in einem Monat doch nicht übrig hat, kann er den Dauerauftrag problemlos aussetzen.

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Während der Familienvater auf sein Girokonto überhaupt keine Zinsen erhält, zum Glück aber auch ein Girokonto gewählt hat, bei dem keine Kontoführungsgebühren anfallen, erhält er auf seinem Tagesgeldkonto 1,2 Prozent Zinsen pro Jahr, die ihm vierteljährlich gutgeschrieben werden. Dieser Satz ist aber auf eine Einlagensumme von 10.000 Euro begrenzt. Sollte der Kontostand auf seinem Tagesgeldkonto den Betrag von 10.000 Euro übersteigen, fällt sein Zinssatz auf nur noch 0,9 Prozent pro Jahr. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

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Wenn er ein Jahr lang jeden Monat wie geplant spart, also monatlich 300 Euro auf sein Tagesgeldkonto einzahlt, beträgt sein Kontostand nach 12 Monaten inklusive Zinsen 3.623,46 Euro. Durch den Zinseszinseffekt und den höheren Kontostand werden die Zinserträge mit der Zeit immer höher. Da der Familienvater nach der Geburt seines zweiten Kindes aber auch öfter Geld von seinem Tagesgeldkonto abhebt, um Anschaffungen wie einen neuen Kinderwagen zu finanzieren, wächst der Geldbetrag auf seinem Tagesgeldkonto nicht kontinuierlich an. Dennoch übersteigt der Kontostand im vierten Jahr den Betrag von 8.000 Euro. Da sich die Konditionen bei seinem Tagesgeldkonto nicht geändert haben, hat Thomas Biedermann bereits im Vorfeld beschlossen, 3.000 Euro auf einem Festgeldkonto anzulegen, wenn der Kontostand auf seinem Tagesgeldkonto 8.000 Euro übersteigt und keine großen Anschaffungen wie ein neues Auto oder neue Möbel anstehen. Dies ist nun der Fall.

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Der Familienvater hat verschiedene Festgeldangebot verglichen und beschlossen, die 3.000 Euro zunächst für zwei Jahre anzulegen. Bei den Angeboten mit einer Laufzeit von 1 Jahr erhält er mit 1,3 Prozent Zinsen nur minimal mehr als auf dem Tagesgeldkonto und eine dreijährige Laufzeit ist ihm in seiner aktuellen Lebenssituation zunächst zu lange. Für zweijähriges Festgeld, in diesem Fall einen Sparbrief, erhält er immerhin 1,9 Prozent Zinsen pro Jahr. Am Ende der Laufzeit erhält er also seine 3.000 Euro plus rund 115 Euro Zinsen zurück und kann je nach der Situation in seinem Leben und am Finanzmarkt entscheiden, ob er dieses Geld für Anschaffungen benötigt, auf das Tagesgeldkonto einzahlt oder erneut als Festgeld, vielleicht für eine längere Laufzeit und zusätzlich zu weiterem auf dem Tagesgeldkonto angesparten Geld, anlegt.

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