Szenario: Kleine Geldbeträge sparen –
Tagesgeld vs. Sparbuch und Girokonto

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Ein Auszubildender ist im zweiten Ausbildungsjahr und verdient monatlich 620 Euro brutto. Netto bleiben ihm rund 490 Euro. Davon bezahlt er für sein WG-Zimmer 250 Euro Miete, 150 Euro braucht er monatlich für Lebensmittel, Körperpflege und Kleidung. Da er ab und zu auch gerne mit seinen Freunden ausgeht, bleibt ihm monatlich nicht viel Geld übrig um zu sparen. Er will aber trotzdem, wann immer er kann Geld zurücklegen und das Beste daraus machen.

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Für den Gehaltseingang besitzt der Azubi ein Girokonto. Für dieses zahlt er als Auszubildender keine Kontoführungsgebühren, er erhält aber auch keine Zinsen auf das Guthaben auf dem Girokonto. Daher sieht sich er zunächst das klassische Sparbuch, dass er noch aus seiner Kindheit besitzt und kennt, als mögliches Sparkonto an. Auf das Sparbuch bekommt er 0,3 Prozent Zinsen pro Jahr. Ihn stört allerdings, dass er nicht immer und überall an sein Geld kommt, da er nur während der Banköffnungszeiten am Schalter Geld abheben kann und nicht über Geldautomaten. Außerdem will er nicht ausschließen, dass er, nachdem er genug angespart hat, für Anschaffungen wie ein eigenes Moped auch größere Geldbeträge über 2.000 Euro abheben muss. Das wäre bei einem Sparbuch nur nach Kündigung des Geldbetrags und mit einer Frist von 3 Monaten möglich. Zu langsam und umständlich für ihn.

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Der Auszubildende entscheidet sich daher für ein Tagesgeldkonto, bei dem es solche Kündigungsfristen nicht gibt. Außerdem erhält er dort sogar 0,8 Prozent Zinsen pro Jahr auf sein Sparguthaben. Um an das Geld auf dem Tagesgeldkonto zu kommen, muss er zwar auch ein bis zwei Tage warten – so lange dauert die Rücküberweisung auf sein Girokonto, das er als Referenzkonto angegeben hat – aber er kann jederzeit online die Rücküberweisung in Auftrag geben und sich dann später sein Geld am Automaten auszahlen lassen. Außerdem kann er sich problemlos die Summe auszahlen lassen, die er benötigt, vorausgesetzt, sein Tagesgeldkonto weist einen ausreichenden Kontostand auf. Denn überziehen kann er sein Tagesgeldkonto nicht. Wohl aber sein Girokonto. Bei Dispozinsen von 8,7 Prozent wird sich der Azubi das jedoch sehr genau überlegen.

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